FAQ

HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN

In unseren FAQ finden Sie alles rund um das Verpackungsgesetz sowie typische Fragen und Antworten zur Systembeteiligungspflicht für Erstinverkehrbringer von Verkaufsverpackungen. Wenn Sie weitere Fragen zum dualen System, zur Verpackungslizenzierung, Sammlung und Sortierung oder zur Wertstoffverwertung haben, sprechen Sie uns an. Wir unterstützen Sie gerne!

Zurück zur Infothek

In Deutschland gibt es mehrere duale Systeme, die bundesweit die Abholung und Sortierung der als Abfall anfallenden Verkaufsverpackungen bei privaten Endverbraucherinnen und Endverbrauchern und gleichgestellten Anfallstellen (wie Krankenhäuser, Behörden und Gastronomiebetriebe) organisieren. Das bedeutet, sie beauftragen Entsorgungsunternehmen mit der regelmäßigen Abholung bzw. Entleerung der gelben und blauen Tonne sowie der öffentlichen Altglascontainer. Nach der Sammlung werden die Abfälle in Sortieranlagen in ihre einzelnen Wertstoffe getrennt, die dann dem Recycling zugeführt werden.

Hersteller von Verkaufsverpackungen, die diese erstmals mit Ware befüllt in Umlauf bringen, müssen sich an einem dualen System beteiligen. Über diese Beteiligungsentgelte wird der gesamte Entsorgungsprozess finanziert. Das Duale System Zentek arbeitet deutschlandweit mit über 600 zertifizierten Partnern zusammen, um Ihre Verkaufsverpackungen zuverlässig entsorgen und einer Verwertung zuführen zu können.

Die Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) ist eine Stiftung bürgerlichen Rechts. Ihre Aufgabe ist es, die Einhaltung des Verpackungsgesetzes zu überwachen. Dabei erfüllt sie sowohl eine organisierende als auch eine kontrollierende Funktion.

Zu den Hauptaufgaben der Zentralen Stelle Verpackungsregister gehören das Führen des öffentlichen Registers für Hersteller und Inverkehrbringer (LUCID) und die damit verbundene Verwaltung der Verpackungsdaten von Herstellern und Systemen, die Entwicklung eines Mindeststandards für die Bemessung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen, die Prüfung von Branchenlösungen und Mengenstromnachweisen sowie das Führen eines Sachverständigenregisters.

Mehr Informationen finden Sie unter www.verpackungsregister.org.

Schon vor der Verpackungslizenzierung durch ein duales System müssen Sie sich als Hersteller über das öffentliche Register LUCID bei der Zentralen Stelle Verpackungsregister registrieren. Ohne die Registrierung dürfen Waren in Deutschland nicht vertrieben werden.

Für die Aufnahme wählen Sie in LUCID die Registrierung für „Hersteller“ aus. Im ersten Schritt geben Sie Ihre Unternehmensdaten an, außerdem hinterlegen Sie ein persönliches Passwort. Anschließend erhalten Sie eine Mail mit einem Link, über den Sie die letzten Registrierungsschritte vornehmen.

Abschließend erhalten Sie eine E-Mail mit der Bestätigung der ZSVR sowie Ihrer individuellen Registrierungsnummer. Sämtliche Mengenmeldungen werden fortan automatisch unter dieser Registrierungsnummer abgelegt. Als duales System übermitteln wir der ZSVR ebenfalls Mengenmeldung unter Angabe dieser Nummer, sodass Übereinstimmungen und Abweichungen festgestellt werden können.

Die Registrierung bei der Zentralen Stelle Verpackungsregister über das öffentliche Register LUCID ist kostenlos.

Die Registrierungspflicht betrifft jeden, der erstmals eine mit Ware befüllte Verkaufs-, Transport-, Mehrweg-, Service- oder Umverpackung in Deutschland gewerbsmäßig in Verkehr bringt. Im Verpackungsgesetz werden diese Erstinverkehrbringer als „Hersteller“ bezeichnet, die Verpackungen als „systembeteiligungspflichtige Verpackungen“.

Registrierungspflichtiger Hersteller ist demnach:

  • wer eine leere Verpackung mit einer Ware befüllt und erstmals in Deutschland in Verkehr bringt (Erstinverkehrbringer);
  • wer verpackte Ware nach Deutschland importiert, hier erstmals in Verkehr bringt und somit die rechtliche Verantwortung trägt (Importeur). Dies kann sein, wer mit Sitz im Ausland die Ware nach Deutschland sendet oder wer mit Sitz in Deutschland die Lieferung veranlasst hat;
  • wer im Versandhandel eine Versandverpackung mit Ware befüllt und erstmals in Deutschland in Verkehr bringt (Versandhändler bzw. Online-Händler);

Kein registrierungspflichtiger Hersteller ist, wer eine Verpackung produziert und diese als leere Verpackung in Verkehr bringt. Bei Serviceverpackungen kann jedoch der Letztvertreiber verlangen, dass der Produzent (also Lieferant) der leeren Verpackungen die Lizenzierung übernimmt.

Als Endverbraucherin und Endverbraucher gelten diejenigen, die die Ware in der an sie gelieferten Form nicht mehr weiter veräußern. Unter „private Endverbraucherin und Endverbraucher“ fallen private Haushalte und sogenannte gleichgestellte Anfallstellen. Diese sind zum Beispiel:

  • Gaststätten, Hotels, Raststätten, Kantinen
  • Verwaltungen, Kasernen, Krankenhäuser
  • Bildungseinrichtungen, karitative Einrichtungen
  • Kinos, Opern, Museen
  • Anfallstellen des Freizeitbereichs, wie Ferienanlagen, Freizeitparks etc.

Eine Liste der vergleichbaren Anfallstellen entnehmen Sie dem folgenden Dokument: Vergleichbare Anfallstellen.

Systembeteiligungspflichtig sind Verkaufsverpackungen, Umverpackungen, Serviceverpackungen sowie Versandverpackungen. Diese fallen typischerweise bei privaten Endverbraucherinnen und Endverbrauchern als Abfall an, nachdem die enthaltene Ware entnommen wurde. Sie müssen über ein duales System lizenziert werden. Zur Sammlung der entsorgten Verpackungen dienen die gelbe und blaue Tonne sowie die öffentlichen Altglascontainer.

Verkaufsverpackungen werden Endverbraucherinnen und Endverbrauchern typischerweise mit Ware befüllt angeboten. Darunter fallen auch Service- sowie Versandverpackungen.

Serviceverpackungen werden erst bei Übergabe an die Endverbraucherinnen und Endverbraucher vom Letztvertreiber mit Ware befüllt. In der Regel dient das dem Schutz oder Transport der Ware. Der Zeitpunkt der Befüllung ist normalerweise auch der Zeitpunkt des Inverkehrbringens.

Als Serviceverpackungen gelten beispielsweise:

  • Menüboxen
  • Salatschalen
  • Brötchentüten
  • Tragetaschen
  • Eisbecher
  • Pizzakartons
  • Automatenbecher uvm.

Die Systembeteiligungspflicht (also die Pflicht zur Verpackungslizenzierung) liegt auch bei Serviceverpackungen bei demjenigen, der diese mit Ware befüllt in Verkehr bringt. Hier gilt jedoch die Ausnahme, dass der Inverkehrbringer die Beteiligungspflicht an den Vorvertreiber abgeben kann, also an den Lieferanten der Serviceverpackungen. In einem solchen Fall ist es ratsam, sich als Letztvertreiber einen Nachweis über die erfüllte Systembeteiligungspflicht zukommen zu lassen.

Nein, es gibt keine Bagatellgrenzen. Schon kleinste Mengen an Verpackungen müssen lizenziert werden.

Eine Vollständigkeitserklärung müssen die Unternehmen bei der Zentralen Stelle Verpackungsregister abgeben, die folgende Bagatellgrenzen an Verpackungsmaterial pro Kalenderjahr überschreiten:

  • Glas: 80.000 kg
  • Papier/Pappe/Karton: 50.000 kg
  • Alle anderen Materialien: 30.000 kg

Diese Vollständigkeitserklärung muss von einem bei der ZSVR registrierten Sachverständigen geprüft und bestätigt werden.

© DUALES SYSTEM ZENTEK

Log in with your credentials

Forgot your details?